StalinsStiefel

Im September 2014 führte mir der Memento-Park in Budapest vor, welche Gräben sich zwischen persönlicher Freiheit und staatlichem Zwang auftun. Im Memento-Park landeten Gedenkstätten wie von Stalin und Sowjetischen Helden – auf dem Müll.

MementoPark8

Auf diesen Monumental-Installationen mit sechs Metern Breite waren Weisheiten verewigt wie:

„Ewige Ehre den Helden, die in den Kämpfen für die Freiheit und Unabhängigkeit der Sowjetunion und die Befreiung des ungarischen Volkes gefallen sind 1945 – 1965.“

Doch manche Weisheiten landen auf einem Schrottplatz wie dem Memento-Park. Menschen in Ungarn änderten mehrheitlich ihre Sicht auf die Geschichte und denken dann anders. Aus Sicht von Wiki herrsche in Ungarn mittlerweile folgende Wahrheit und Weisheit.

Für Ungarn endete der II. Weltkreig mit dem Einmarsch der sowjetischen Truppen. Mit ihrer Teilnahme hat es Ungarn geschafft, die Faschisten zu besiegen, gleichzeitig wurde aber das Land zu einem neuen Eroberungsterritorium: die 45 Jahre lange Herrschaft des Kommunismus fing somit an.

Mit Merkel frei – in China Tyrannei

Was hat das mit mir, mit meiner Freiheit jetzt und hier in Deutschland und mit der Tyrannei in China zu tun? Die Freiheit hierzulande sei geradezu grenzenlos verglichen mit der chinesischen Parteidiktatur, meint mein Freund. So behandeln Chinesen zum Beispiel das Volk der Uiguren.

Uiguren (auch Uighuren oder Uyghuren; Eigenbezeichnung: ئۇيغۇر; chinesisch 维吾尔族, Pinyin Wéiwú’ěrzú) bilden die größte turksprachige Ethnie im chinesischen Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang.

Diese bedauernswerten Millionen haben nach hiesigem Verständnis, dem GG und der EMRK sehr wohl ein Anrecht auf Asyl wie hungernde Inder, Venezolaner oder durstige Schwarzafrikaner. Denn wie die Prantlhausener Pestpostille, der SÜDDEUTSCHE Beobachter, gleichsam mit Tränen erstickter Stimme dem Leser ins Hirn wäscht, das ist gar grauslich zu lesen.

SZ_UigurenLager

Nur wer wirklich stark ist, gut gesättigt in Grünwald am Kamin im Lehnstuhl schaukelt und auf seinen Garten blickt, kann solche Sätze vertragen: Gar grausames Gesindel solche Chinesen, welche einer schwachen Minderheit so übel mitspielen! Allein schon das Wort „INTERNIERUNGSLAGER“ in der Überschrift! Wie graut es dem gut befreiten Deutschen in Grünwald. Weiter liest er:

In Xinjiang, der größten autonomen Region Chinas werden eine Million Uiguren in Lagern festgehalten. Das besagt ein Bericht von Human Rights Watch.

In den Umerziehungslagern sollen sie ihrer Religion abschwören. Sie müssen streng bewacht Hochchinesisch lernen, die Nationalhymne singen, KP-Propagandasprüche auswendig lernen und Parteichef Xi Jinping preisen.

Ja, kennen die Chinesen nicht das GG? Dort steht als quasi religiöse Erlösung unser Neuzeit nach der unsäglichen Lagerhaltung von Menschen während der Vogelschissperiode in Stein gemeißelt.

Das deutsche Grundgesetz (GG) sichert die Religionsfreiheit in Art. 4 Absatz 1, 2: (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

Die überparteiliche und überregionale Pestpostille berichtet mit Bezug auf eine Wohltätigkeitsorganisation wie Human Rights Wacht von Umerziehungslagern für eine Million Uiguren? Unerhört! Die doch nichts anderes wollen, was jeder fromme Christen- oder Muslim-Mensch nach Göttlichem Gebot will:

„Seit fruchtbar und mehret Euch!“ 

Und dann zwingt der Staat diese armen Uiguren in Lager, wo sie die Sprache der Ungläubigen lernen, nämlich „Hochchinesisch“ und dazu noch national-chauvinistische Lieder der Ungläubigen wie die „Nationalhymne“ singen müssen? Und von so einem Zwangssystem kaufen Konsum geile Westler Waren? Dass wir uns nicht schämen!

Dabei haben wir Westler, Alt-Linke allen voran!, doch seit der Revolution 1789 den Götzen abgeschworen, welche uns balsadernde Pfaffen vereint mit ausbeuterischen Adligen ins Hirn gehämmert hatten. Wir, Alt-Linke voran!, haben Freiheit von Religion erkämpft. Wer dennoch unbelehrbar auf Kirchenbänken knien will, mag das tun, sich zum Bimmel-Bammel der Glocken einfinden zum Gebet, zum Ruf des Muezzins fünfmal am Tag sich rituell reinigen und dann sein Akrara-Bakra murmeln, was geht uns das an, Alt-Linke voran? Wir, Alt-Linke voran, tragen die revolutionäre Freiheitsfahne – in gleichem Schritt und Tritt – oder etwa nicht?

MementoParkSoldat

Nein, nicht wie Stalins Soldaten bei der Ein- und Übernahme Ungarns, so meinen wir Alt-Linken das nicht. Alt-Linke meinen auch kein KZ-Motto wie „Arbeit macht frei!“,  glauben an nichts und schon gar nicht an Stalins Weisheit und Wahrheit.

Stalin

Wir, Alt-Linke, wollen einfach nur Freiheit von Religion – keine neue Religion.

Stalingrad

Nur eins geht in unserer Alt-Linken Sehnsucht nach Freiheit nicht, die Abkehr von unseren güldenen Gesetzen, die uns nach der Vogelschissperiode vom Bösen befreit haben.

kickl1

Die Europäische Menschenrechtskonvention ist ebenso wenig verhandelbar wie das Recht auf ungehinderte Fortpflanzung. Wo eine Diktatur Milliarden Menschen zur Ein-Kind-Politik zwingt, dann mag dies zwar Millionen vor dem Hungertod bewahrt haben. Doch das ist nicht der Alt-Linke Weg der Freiheit von Religion und freier Sexualität. Schließlich gibt Brot-für-die-Welt genug! So nährt Mutter Theresa Waisen in Kalkutta und tauft sie zugleich. Umsonst kann Mutter Theresa ihr Brot nicht mit Heidenkindern teilen, sie müssen sich schon vor Tisch zum Gebet bekehren, bevor die gütige Mutter Suppe schenkt.

Wie Mutter Theresa Waisenkinder so retten wohlwollende, westliche Global-Humanitäre wieder die Welt mit GG und EMRK. Es dürfen nur keine Rechten wie im vorigen Jahrhundert das gemeinsame Rettungsboot zur globalen Genesung der Weltbevölkerung torpedieren.

MarionPrediger_AfDChaos

Amen! Hallelujah! OM! Und Shalom!

Rentners frohes Fest

Seit sieben Jahren mal wieder zum Valentinstag daheim ist den Versuch wert, mal wieder mit alten und neuen Freunden zu feiern.

Auch angebetete Damen, auf denen man sich im Schweiße seines Angesichts vor Jahrzehnten redlich gemüht hatte, bereiten mir eine besondere schöne Bescherung vor. Die Erste verwöhnt mich vorab mit diesem köstlichen Kartengruß.

Geburtstag1

Als Erste rauscht die Nächste mit ihrem Mann herein und flötet zu ihrer lustigen Liebesgabe.

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„Jeder lebt in seiner eigenen Welt,  Du in Deiner – in GROSSSCHRIFT!“

Wie beglücken mich diese liebreizenden Geschöpfe doch immer wieder. Jetzt fehlen mir nur noch zu meinem Glück einige Seite Erbauungslektüre wie diese.

Watzlawick

Klagt doch zum Abschied der Besitzer von drei Immobilien und einem Stundensatz von über 100 Euro über seine voraussichtliche Altersarmut bei verdreifachenden Kosten seiner privaten Krankenversicherung, die er bei seiner Minirente als Selbstständiger niemals wird zahlen können – in so etwa 20 Jahren. Wenn er denn so alt wird, denkt man sich besser, ohne es zu sagen.

„Nun sind bald alle weg“, sagt ein mitfühlender Gast beim Abschied, „zum Glück“, entfährt mir meine unbedachte Bemerkung, „äh, wie bitte?“, hat er nicht gleich verstanden, akustisch schon – doch zum Sinn fehlt vielleicht der Schlüssel.

Geburtstagsfest

Mein Weib macht morgens Terz, weil Wein geöffnet und ausgeschenkt ward, obwohl ein Trunkenbold noch im Auto 150 Kilometer heim fahren muss.  Doch der Mann ist alt genug, nippt nur ein Viertel, die in seinen 190 Zentimeter versacken wie der Tropfen auf dem heißen Stein. Genug für mein Weib, um noch anderntags wütend zu sein.

Und einer der Gäste, der mit fröhlichem Klang seiner Klarinette zur Tür herein spaziert, folgt nicht dem Gebot meiner Frau, sich die Schuhe auszuziehen. Er meint: „Das kommt mir so muslimisch vor.“

Damit war und ist er für alle Zeiten durch bei meiner Holden. Mir reicht’s auch schon wieder, ist’s nicht einfach besser, ein wenig am Klavier zu klimpern, als fremdem wie eigenem Unglück zu gedenken? Schließlich scheint die Sonne, wobei bei guter Führung und Folgsamkeit gegenüber meiner Holden die Chancen steigen, dass ihre Laune sich bessert.

Nicht  weit von daheim liegt eine sonnige, recht einsame ehemalige Panzerwiese. Sie soll zum Naturschutzgebiet erhoben werden, nachdem dort eventuelle Blindgänger gefunden und beseitigt worden sind. Die heilsame Natur hilft meiner Holden aus den Untiefen ihrer Stimmung, die sich mit steigender Entfernung von daheim und dem aufbrechenden Eis unter der Sonnenhitze bessert.

Klempner_Krise

Am Ende ist alles gut – außer der Euro-, Flüchtlings-, Energie-, Rüstungs- nur noch die Klempner-Krise.

WelcomeRiders

Für fünf Euro dürfen sich Biker und andere im Kohlekeller willkommen fühlen. Zum Glück hindern mich zumeist Bezahlschranken daran, meine karge Rente vergnügungssüchtig an solchen Orten zu verplempern.

Immerhin gelang es mir, einen Sport-Scheck-Gutschein über fünf Euro mit dem Kauf von drei Paar Socken einzulösen. Es blieben noch 56 Cents Zuzahlung. Das Westbad gewährt am Geburtstag freien Eintritt, so ließ sich dort in der Sauna der Tag genussvoll verbringen. Dass 17 Kilometer Anfahrt im Berufsverkehr halb um München anderthalb Stunden dauert, ist man vom Großstadtverkehr her gewöhnt. Es hetzt den Rentner ja fast nichts mehr, wenn sein Weib friedlich bleibt. Nur zwei Mal drängten sich Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht durch den Staubrei der Blechlawine.

Als schrecklich schlechten Schluss noch eine Schandtat der Statistik.

AfDAnschlagRECHTS

Wozu aber aufregen? Es geht alles vorüber….

straftaten

…. schließlich sind wir ja alle irgendwie und irgendwo auf der Durchreise.

Die Friday4Future-Kids lernen Englisch auf der Straße und werben für Eis-Bier.

SaveIceBeers

Ein Spruch beschließt dies Traktat als politische Büttenrede.

erzaehltesReicht

Im übrigen ist diese Arbeit nicht öffentlich, sondern bleibt nur für Dienstgebrauch als geheime Verschlusssache nur ausgewählt Angeschriebenen vorbehalten. Ansonsten fühlen sich meine Gäste tief beschämt, sich bei mir getroffen zu haben und kommen nie wieder.

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Der Sonntag klingt aus am Tag nach dem Fest. Die Biergärten sind gut gefüllt. Sonnenhungrige Menschen genießen die wärmende Sonne.

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Lebenslustige Kinder nutzen waghalsig die Schaukel, während die Eltern sich bei Speis und Trank erholen.

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Wie mein Bruder in seinem Garten jedes Jahr wieder die Blumenpracht fotografiert und dokumentiert, so begeistert mich der stille Englische Garten, selbst wenn sich Menschen, Radfahrer und Hunde am Sonntag darin tummeln.

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Ob das nächste Hochwasser den Baum weiter treibt? Wir warten ab.

Mir reicht mein Glück…